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: Angsttherapie

Angsttherapie

Der Symptomkomplex der Angst spielt bei Tumorerkrankungen eine zentrale Rolle. Ängste können sich je nach Fortgeschrittenheit der Erkrankung oder auch des stärkeren Eingriffs der Behandlung entweder mehr passager und zeitlich begrenzt oder einschneidend, langandauernd und intensiv zeigen. Beachtlich erscheint die Prävalenz von Angstsymptomen in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium, die in der Literatur mit 44 % (kurativ) und 33 % (palliativ) (Schwarz und Krauß, 2000) angegeben werden. Eigenständige Angsterkrankungen bilden einen kleineren Bereich (1,1 %). Das Angstbewältigungstraining ist daher als eine notwenige Komponente im Gesamtbehandlungskonzept anzusehen. Da ein erfülltes Dasein entscheidend durch eine gute Vorbereitung auf Krisensituationen unterstützt wird, um das Erleben des Ausgeliefertseins zu reduzieren, werden in der Angstbewältigungsgruppe typische Entstehungsbedingungen und eigene Anteile daran thematisiert und selbstverantwortliche Bewältigungsstrategien erarbeitet. Das Gefühl der Angst wegen der ungewissen Zukunft tritt bei nahezu allen Tumorkranken auf. Es ist daher auch nicht als paradox einzuschätzen, wenn die Aufmerksamkeit der Patienten auf die vitalen Interessen gelenkt ist. Ziel ist es, dem Patienten bei der Erzeugung einer Klarheit bezüglich seiner Werte und Ziele sowie den bestmöglichen Einsatz seiner vorhandenen Energien zur Annäherung an diese Ziele zu unterstützen, damit er ein neues Lebenskonzept mit neudefinierten Lebenszielen entwerfen kann.





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