»Empirische Wirksamkeitsnachweise zum Autogenen Wirkung« Dr. S. Kupper, PD Dr. F. Stetter Oberbergklinik Extertal für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin, Extertal/Weserbergland Eine Sammlung von 64 veröffentlichten kontrollierten klinischen Studien aus den Jahren 1952 bis 1997 wurde unter Berücksichtigung methodischer Aspekte in der vorzustellenden Untersuchung einer qualitativen, metaanalytischen Auswertung unterzogen. Die klinische Wirksamkeit des autogenen Trainings als ausschließliche oder zumindest zentrale psychotherapeutische Intervention (z.T. in Kombination mit einer somatischen Basistherapie) auf die Hauptzielsymptomatik wurde bewertet. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit von autogenem Training bei psychosomatischen Störungen (essentielle Hypertonie [leicht-mäßig-stark], Asthma, Darmer¬krankungen, „vegetative Dystonie“, Glaukom, atopische Dermatitis), bei der Geburtsvor¬bereitung, bei Schlafstörungen, bei Kopfschmerzen, beim Raynaud-Syndrom und bei Angstsyndromen werden vorgestellt. Auch Effekte auf die Stimmung (z.B. auf depressive Symptome) und auf die allgemeine Befindlichkeit werden dargestellt. Die Implikationen nach den Grundregeln der Evidence-based-Medicine sowie Kontraindikationen werden diskutiert. Ferner wird kurz auf motivationale Faktoren im Anfangsstadium der Therapie eingegangen.