Entspannungsverfahren Teil 1: Autogenes Training S. Kupper 2003 Inhaltsverzeichnis „Das Wichtigste am Autogenen Training ist, dass man es macht.“ (D. Langen) Einleitung _________________________________________________________________ 3 Psychophysiologische Hintergründe des Autogenen Trainings__________________________ 3 Historische Entwicklung _________________________________________________________ 5 Körperliche Veränderungen durch Entspannung ____________________________________ 5 Seelische Veränderungen durch Entspannung _______________________________________ 6 Wirksamkeit___________________________________________________________________ 6 Methodik und Durchführung des autogenen Trainings ____________________________ 8 Prinzip________________________________________________________________________ 9 Vorbereitung in den Einzelgesprächen ____________________________________________ 10 Ablauf der Entspannungssitzung _________________________________________________ 11 Grundprinzip _________________________________________________________________ 11 Übung des Autogenen Trainings _________________________________________________ 12 Haltung ______________________________________________________________________ 13 Einstimmung _________________________________________________________________ 14 Anleitung zur Entspannung _____________________________________________________ 14 Zurücknahme_________________________________________________________________ 14 Dokumentation: Übungsprotokoll ________________________________________________ 15 Trainingseinstellung ___________________________________________________________ 15 Anwendung im Alltag __________________________________________________________ 16 Erweiterungen der Grundstufe __________________________________________________ 16 Unterlagen für den Patienten ____________________________________________________ 17 Basisbibliographie _________________________________________________________ 20 Einleitung Das Autogene Training (AT) ermöglicht durch selbst (auto) hervorgerufene (gen) Vorstellungen, objektiv nachweisbare körperliche und psychische Veränderungen herbeizuführen. Die angestoßene „allgemeine Umschaltung“ (Schultz, 1932/1991) schlägt sich neben dem Erleben von körperlicher Ruhe auch in einer Veränderung des Bewusstseinszustandes nieder. Voigt, später auch Luthe (1970a, b, c), prägten den Begriff der passiven Konzentration, durch den sich diese Bewusstseinsänderung zutreffend beschreiben lässt. Es handelt sich hierbei um den Zustand einer gezielten Aufmerksamkeit ohne subjektive Anspannung, so wie beim versonnenen Hören eines Musikstückes, wo einen Augenblick lang „alles ringsum zu versinken scheint“, was ein angenehmes und intensives Erleben provoziert. Ein nachvollziehbares Beispiel gibt Bleulers folgende Selbstbeobachtung (Münchener Wochenschrift, 1889, zit. nach Schultz, 1932/1991), wo er fühlte, „dass die Bewegung gemacht wurde, ohne irgendwelche aktive Beteiligung meines Ich“. Schultz selbst verglich diesen Prozess der „sammelnden Einengung“, der zu reflektorischen Überwältigungen führe auch mit dem Paradoxon der selbsttätigen Passivierung kurz vor dem Einschlafen, was sich mit Hoffmann, Hoffmann, Derra & Stetter (2000) auch auf das Autogene Training „zwanglos“ übertragen lässt. Die Konzeption des autogenen Trainings habe Schultz (1932/1991) seinen eigenen Berichten zufolge in den Jahren 1908 bis 1912 entwickelt, angestoßen durch die Arbeiten von Voigt (1893-1900). Der Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz begründete das Autogene Training im Rahmen seiner Jenaer Untersuchungen 1920 an hypnotisierten Patienten, die über Schwere-und Wärmeempfindungen insbesondere in den Extremitäten berichteten und erprobte es in den Dresdenern klinischen Versuchen bis 1924 und den darauffolgenden Anwendungen auch bei gesunden Probanden in Berlin. 1932 wurde das Konzept des Autogenen Trainings in Form eines Lehrbuches publiziert. Psychophysiologische Hintergründe des Autogenen Trainings Nach aktuellen Forschungsergebnissen beruht die Wirkung des AT in seinen systematisch aufgebauten Übungsinhalten auf Prozessen der selektiven Aufmerksamkeit ("konzentrative Zuwendung“, Schultz, 1932/1991), wodurch die beim ruhenden Menschen spontan einsetzende körperliche Entspannungsreaktion (Vaitl, 1993) verstärkt und automatisiert wird (Stetter, 1994). Im Sinne der Kopplung kommt es, angestoßen durch die Aufmerksamkeitseinengung „auf ein sehr begrenztes Gebiet“ (Schultz, 1932/1991) zum Aufbau einer bedingt-reflektorischen Verbindung der kognitiven Inhalte mit körperlichen Reaktionen (König, di Pol & Schaeffer, 1979). In elektromyographischen Untersuchungen konnte als physiologisches Bestimmungsstück der Schwereempfindung die Hypotonie der Extremitätenmuskulatur nachgewiesen werden. In eigenen kontrollierten Studien konnte gezeigt werden, dass sich die Wärmeempfindung auf die durch Umverteilung des Blutflusses hervorgerufene Erhöhung der Hauttemperatur bei geübten im Vergleich zu ungeübten Probanden und Patienten zurückführen lässt (Mann & Stetter, 1982; Stetter, 1985). Neben der durch die zentrale „Down-Regulation“ verstärkten Hypotonie der Muskulatur und dem Anstieg der Hautdurchblutung mit Hauttemperaturerhöhung hervorgerufen durch die zentral gesteuerte Absenkung des Sympathotonus kommt es zur Herabsetzung der zerebralen Aktivierung im Sinne einer Dämpfung, was in dem Ruheerlebnis Niederschlag findet und in Elektroencephalogramm (EEG)-Untersuchungen belegt werden konnte (Stetter, 1991). Da es gleichzeitig zu einer nachweislichen Verbesserung von Reaktionsleistungen kommt, bietet sich die Konzeptualisierung dieses Zustandes als „entspannte, fokussierte Wachheit“ (Ikemi, 1988) an. Auf dem Weg der schrittweisen Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eng umgrenzte Gebiete kommt es durch einen Rückkopplungsmechanismus zu einer spontanen Ausbreitung auf andere Körpergebiete im Sinne der „Generalisierung“ (Schultz, 1932/1991). Dies entspricht auch der Beschreibung des „ideomotorischen Prinzips“ von Carpenter (1876/1993) oder Forels (1902) „Ideoplasie“, d. h. die den Vorstellungen innewohnende Tendenz zur Wahrnehmung zu werden, so dass alle Suggestionen bereits die Möglichkeit zu einer Realisierung in sich tragen (König et al., 1979). Vergleichbar zu den physiologisch nachweisbaren Korrelaten der Ruhetönung, der Schwere- und Wärmeempfindung lassen sich in Bezug auf die Organübungen (Atmung, Herz, Bauchraum, Stirn) keine spezifischen Wirkungen belegen. Dies stimmt auch mit den Berichten von AT-Teilnehmern in Präventions- und Katamneseuntersuchungen überein, die in weitestgehender Übereinstimmung regelmäßige positive Entspannungsreaktionen in den Bereichen Ruhetönung, Schwere-und Wärmeempfindung sowie Atmung erfahren konnten. Vor der Durchführung des AT ist es wichtig, dass die Patienten durch einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten sorgfältig untersucht werden, damit Patienten mit einer erheblichen Einschränkung der Selbstverfügbarkeit selektiert werden können. Das Erreichen der „organismischen“ Gesamtumschaltung, die Vertiefung der Körperwahrnehmung und die Verwendung von kurzen, wandspruchartigen mitunter sich reimenden Formeln gehören zur Unterstufe des AT. Nach sechsmonatiger Erfahrung damit ist die Erweiterung auf die Übungen der Oberstufe möglich, die auf Imaginationen basieren und zu einer wachsenden „Selbstkontrolle der Innenstruktur“ (Schultz, 1932/1991) führen. Historische Entwicklung • Beobachtungen an hypnotisierten Patienten in Jena 1920 • erste klinische Versuche 1920 bis 1924 in Dresden (Mitarbeiter: Frieda Fromm-Reichmann, René Berkowitz, Walter Biehn) • Erprobungen in Berlin bis 1926 an „nervösen“ Patienten • Durchführung bei Gesunden in Kursen an der Lessing-Hochschule, Berlin des Autogenen Trainings (AT) durch Prof. Dr. Dr. h. c. Johannes Heinrich Schultz (1884–1970), vorgestellt 1926 vor der Berliner Medizinischen Gesellschaft, 1927 auf dem II. Allgemeinen Ärztlichen Kongress für Psychotherapie, Bad Nauheim, 1929 auf IV. Psychotherapiekongress in Bad Nauheim sowie publiziert 1932 Körperliche Veränderungen durch Entspannung • Verlangsamung oder Gleichmäßigkeit der Atmung • Verminderung des Sauerstoffverbrauches • Absinken der Herzfrequenz (gelegentlich) • Absinken des Blutdruckes (v.a. bei erhöhtem Blutdruck) • Entspannung der Skelettmuskulatur (EMG-Messungen) • Veränderungen der elektrischen Hirnaktivität (EEG-Messungen weisen auf geistige Ruhigstellung) • Erhöhung der Hauttemperatur (nicht Körperkerntemperatur) • angenehm empfundener vertiefter Ruhezustand • nach regelmäßigem Üben: zunehmende Gelassenheit (günstigere Bewältigung von Problem- und Stresssituationen) Seelische Veränderungen durch Entspannung • Entspannungsreaktion ist nicht Schlaf, aber wachsende Gelassenheit und Ruhe sowie harmonisierender Einfluss auf vegetatives Nervensystem begünstigen langfristig erholsamen Schlaf • Beschränkung auf vereinfachte Form des AT mit Ruhe- und Schwere-Übung, Wärme-Übung und eventuell Atem-Übung, weil • ausreichend für Umschaltprozess (Muskel-/Gefäßentspannung) • leichter dabeizubleiben • Vermeidung evtl. paradoxe Reaktionen bei Organübungen (Nervosität/Ängstlichkeit) in Übungsphase spätere Erweiterung auf Organübungen (Herz-Bauch-Stirn) möglich Wirksamkeit (Vergleich von Gruppen AT behandelter Patienten mit Kontrollgruppen unbehandelter Patienten) Die generelle Wirksamkeit des Autogenen Trainings ist belegt und mehrfach repliziert (Effektstärke: 0.61, r=0.30; Hyman, Feldman, Harris, Levin & Malloy, 1989; Linden, 1994; Stetter & Kupper, 1998, 1999, 2001, 2002a, 2002b, 2002c, 2002d, 2002e, 2002f). • Bei Hypertonie führt AT zur Blutdrucksenkung, ca. 40 mm Hg systolisch, 20 mm Hg diastolisch (wegen gefäßtrainierendem Effekt von AT) und Hypotonie Regulation auf durchschnittliche Werte (Effektstärke [ES]=0.93; Stetter & Kupper, 2002; Blanchard et al., 1988 ; Aivazyan, Zaitsev, Salenko et al., 1988; Aivazyan, Zaitsev & Yurenev, 1988; Charlesworth et al., 1984; Luborsky et al., 1980 ; Tsikulin et al., 1989 ) • Positive Wirkungen bei Asthma bronchiale, weil Entspannung der Bronchial•muskulatur (Rückgewinnung des selbstständigen Charakters durch Einübung der Atemeinstellung) (ES=0.98; Stetter & Kupper, 2002; Spiess et al., 1988 ; Haber et al., 1993) • Durch muskelentspannende, gefäßerweiternde und schmerzlindernde Wirkung positiver Einfluß auf Rheuma (Schmerzen, erhöhte Muskelspannung und Schwellungen der Gelenke) • Herzbeschwerden (Herzjagen, -rasen, -stolpern, Angina pectoris, Herzinfarkt), Koronare Herzerkrankung (ES=0.56; Stetter & Kupper, 2002; Laberke, 1952a,b; Polácková et al. 1982 ; Winterfeld et al., 1993; Rakov et al., 1997) durch Gewinnen innerer Ausgeglichenheit Angstabbau • Bei Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Gastritis, Geschwüre, Reizkolon, Colitits ulcerosa) ist AT wirkungsvolle Ergänzung (ES=0.53; Stetter & Kupper, 2002; Berndt & Maercker, 1985; Milne, 1986) • Positiver Einfluss auf die Lebensqualität bei Krebspatienten (Mantovani et al., 1996), zusätzlich besteht eine Indikation bei Tumorpatienten aufgrund der positiven Wirkungen auf psychosomatische Verschlechterungen aufgrund der Therapie oder schlechtem Coping; auch insbesondere im Verlauf der Progredienz der Tumorerkrankung bei auftauchenden Ängsten oder leicht- bis mittelschweren depressiven Zuständen sollte das Autogene Training angeboten werden (Schüßler, Vollmer, Gillern & Wibmer, 2002) • Auch bei weiteren psychischen Störungsbildern wie Schlafstörungen (ES= 0.75; Stetter & Kupper, 2002; Nicassio & Bootzin, 1974; ), Sprachstörungen: Stottern (ES= 0.21; Stetter & Kupper, 2002; Alarcia et al., 1982), Angststörungen (ES=0.95; Stetter & Kupper, 2002; Kröner et al., 1982 ; Bailey, 1984; Banner & Meadows, 1983; Herbert & Gutman, 1980; Herbert & Gutman, 1983; Lehrer et al., 1980), Depressionen (ES=0.83; Stetter & Kupper, 2002; Krampen, 1997; Krampen, 1999; Haward, 1965; Jessup & Neufeld, 1977), Alkoholismus (ES=0.99; Stetter & Kupper, 2002; Sharp et al., 1997) und psychosomatischen Störungsbildern wie Spannungskopfschmerz/Migräne (ES= 0.54; Stetter & Kupper, 2002; Sargent et al., 1986 ; Spinhoven et al., 1992 ; Ter Kuile et al., 1994 ; Ter Kuile et al., 1995 ; Labbé, 1995), Neurasthenie (ES=0.38; Stetter & Kupper, 2002; Kröner & Beitel, 1980; Beitel & Kröner, 1982; Schrapper & Mann, 1985; Farné & Corallo, 1992; Carruthers, 1984; Carruthers, 1988; ), Raynaud- Syndrom (ES= 0.31; Stetter & Kupper, 2002; Surwit, Pilon & Fenton, 1978 ; Keefe, Surwit & Pilon, 1980; Surwit et al., 1982 ; Haustein et al., 1995), Vorbereitung auf Entbindung (ES=0.66; Stetter & Kupper, 2002; Prill, 1965), Neurodermitis (ES= 0.99; Stetter & Kupper, 2002; Ehlers et al., 1995) und Glaucom (ES=0.43; Stetter & Kupper, 2002; Kaluza et al., 1995) ist das AT wirksam und sinnvoll einzubeziehen Methodik und Durchführung des autogenen Trainings Das autogene Training wird typischerweise von einem erfahrenen und professionell ausgebildeten Übungsleiter an Patienten oder Teilnehmer von Präventions-/Re•habilitationsprogrammen vermittelt, die sich einmal wöchentlich zumeist in kleinen Gruppen (seltener im Einzelsetting) zu insgesamt 8-12 Sitzungen treffen. Im klinisch•stationären Bereich finden die Sitzungen dagegen wesentlich häufiger, z.T. sogar täglich statt. Jede Übung mit ihren verschiedenen Komponenten (z.B. „Schwere“ und „Wärme“ und z.B. „Atemwahrnehmung“) dauert insgesamt selten länger als 3-5 Minuten und wird im Sitzen (ggfs. auch im Liegen) bei geschlossenen Augen durch•geführt. Während des praktischen Trainings schweigt der Therapeut. Die Übenden konzentrieren sich anfangs auf die Wahrnehmung ihres Gebrauchsarms mit der Leitvorstellung „Mein Arm ist schwer". Nach 1-2 Wochen generalisiert die Schwere-Empfindung auf Arme und Beine - sofern der Lernende tatsächlich die Übungen außerhalb der gemeinsamen Sitzungen 2-3 mal täglich durchführt und seine individuellen Erfahrungen protokolliert. Nun werden Wärmeempfindungen zusätzlich angesprochen („Arme und Beine sind schwer - Arme und Beine sind warm - Ich bin ganz ruhig“). Jede tagsüber durchgeführte Übung wird durch eine intensive Rück•nahme („Dynamisierung") beendet („Arme fest - Atem tief - Augen auf“). Aufgabe des Therapeuten während der Sitzungen ist es, nach den Übungen die Erfahrungen der Patienten zu besprechen, positive Erlebnisse zu verstärken und „Störungen“ zu relativieren. Ferner besteht die therapeutische Aufgabe darin, immer wieder zum Fokussieren der Aufmerksamkeit auf die relevanten Übungsinhalte (Selbstsuggestionen) und besonders zum eigenständigen Durchführen der Übungen zuhause (2-3 mal täglich) anzuregen. Die entscheidende therapeutische Aufgabe liegt daher außerhalb des autonom durchgeführten Übens der Entspannung (Stetter, 1996). Im therapeutischen Kontext wird das Vorgehen wesentlich von der (psycho-) therapeutischen Grundhaltung (und Ausbildung) des Übungsleiters geprägt sein. Kognitiv-verhaltenstherapeutische Elemente, mehr tiefenpsychologisch orientiertes Vorgehen und/oder Einbeziehung kommunikationstheoretischer Ansätze (wie in der modernen Hypnotherapie) können den Ablauf der Sitzungen - neben dem praktischen Üben - prägen. Wesentliches Element des autogenen Trainings ist das eigenständige, tägliche Üben im Alltag zwischen den therapeutisch geleiteten Sitzungen. Das Protokollieren der Übungserfahrungen dient der individuellen Verlaufskontrolle und erhöht nachgewiesenermaßen den Lernerfolg (Krampen, 1991). Die Übungsformeln können mit fortschreitender Erfahrung schlagwortartig verkürzt werden („Ruhe-Schwere-Wärme"). Durch die passiv-gelassene Konzentration („Was geschieht, ist gut"; Stetter, 1998) auf entspannungsgekoppelte körperliche Vorgänge, wird schon im Rahmen dieser „psychotherapeutischen Grundübungen" des autogenen Trainings die Entspannung immer intensiver. Die Übenden können vielfach „autogene Entspannung“ und Ruhe in kurzer Zeit auch im Alltag erreichen. Die resultierende Gelassenheit und eine gefühlsmäßige Distanz tragen dazu bei, dass in problematischen Situationen kognitive, emotionale und Verhaltens-Reak•tionen sich nicht weiter „aufschaukeln" („Resonanzdämpfung der Affekte"). Prinzip • Einfluss auf die unwillkürlich ablaufenden Vorgänge im vegetativen Nervensystem mit Reduktion der sympathischen Aktivität, so dass parasympathischer Anteil überwiegt • Ruhe und Schwere: Pupillenverengung, Blutdrucksenkung, Atmungsverlangsamung, Speichelfluß, Senkung des Tonus der Skelettmuskulatur (Vibrieren Augenlieder, Darmgeräusche) • Wärme: Weitstellung der Gefäße an Händen, Armen, Beinen, Füßen führt zu stärkerer Durchblutung durch Blut aus Körperinneren (also meßbar wärmer, wobei „Körperkerntemperatur“ etwas sinkt) • Atmung: „Versenkungsatmung“ mit weniger Atemzügen pro Minute (manchmal auch vertiefte Atemzüge), Ausatmungsverstärkung • „Organismische Gesamtumschaltung“: • Gesicht und Nacken entspannt (Kaumuskelentspannung • leichtes Auseinanderweichen der Zähne) • Veränderung Körperschema (Schweben, zentnerschwer, weil Infoweiterleitung an Gehirn verändert mit Abnahme der zentripetalen Weckreaktion [nervaler Impulsstrom]) • Herabsetzen des Wachheitsgrades (Vigilanz), „Dösigkeit“, während Bewusstsein auf wenige Konzentrationen eingeengt Vorbereitung in den Einzelgesprächen • Übungsfrequenz: jeder kann AT lernen, wenn er anfangs dreimal täglich übt • Infoblatt • Wirksamkeit, Funktion, von Sinn und Zweck der Entspannungstechnik • Individuelle Klärung der Fragen • erste Übungsprotokolle • Algorithmus der Entspannungsübung (3 Schritte) Ablauf der Entspannungssitzung Dauer Inhalt 5 Minuten Befindlichkeitsrunde mit Übungs• erfahrungen, Ansprechen von Schwierig• keiten (falls länger: auf Sprechstunde Dr. 2 – 4 Minuten (eventuell wiederholen) Kupper verweisen) optional: Kurzbegrüßung, 1. Übung Eine bis zwei Übungen mit Pause 5 Minuten Nachbesprechung, Befindlichkeitsrunde („Hat sich etwas in Ihnen verändert?“; „Wie war es bei Ihnen heute?“ usw., Ja- Haltung, „was geschieht, ist gut“) Gesamt: ca. 20 Minuten Grundprinzip • Konzentration auf Formeln unterstützt durch Selbstinstruktion • Ruhiges, gleichmäßiges Weiteratmen • Atmungsunterstützung, d. h. letztes Wort ins Ausatmen hineinsprechen z. B. „ru--•hig“ Übung des Autogenen Trainings 1. Ruhe-Übung „Ich bin ganz ruhig.“ (eventuell: „Geräusche sind ganz gleichgültig.“) Schwere-Übung „Mein rechter Arm ist schwer.“ „Mein linker Arm ist schwer.“ Generalisierung 1. „Ich bin ganz ruhig – beide Arme schwer“ oder „Ich bin ganz ruhig – rechte (linke) Seite schwer“ 2. „Ich bin ganz ruhig – Arme und Beine schwer“ Kurzformel Ruhe – Schwere 2. Wärme-Übung „Ruhe – Schwere – mein rechter Arm ist warm“ „Ruhe – Schwere – mein linker Arm ist warm“ Generalisierung 1. „Ruhe – Schwere – beide Arme warm“ oder „Ruhe – Schwere – rechte (linke) Seite warm“ 2. „Ruhe – Schwere – Arme und Beine warm“ Kurzformel Ruhe – Schwere – Wärme 3. Atem-Übung „Es atmet mich“ oder „Es atmet in mir“ Generalisierung „Ruhe – Schwere – Wärme – Es atmet mich“ (oder „Es atmet in mir“) 4. Rücknahme Arme fest! -Atem tief! -Augen auf! ! Wichtig: Formeln bitte zu Anfang wörtlich übernehmen. Abweichende Formulierungen allenfalls im weiteren Übungsverlauf absprechen und erproben. Haltung Einstimmung • Sitzhaltung 1: „Droschkenkutscherhaltung“ • Rutschen auf vorderen Teil der Sitzfläche („Sitzhöcker“), • Füße mit der ganzen Sohle fest auf Boden, • Unterschenkel senkrecht, • Beine leicht auseinanderfallen lassen • Augen schließen • Sitzhaltung 2: Die aufrechte Sitzhaltung • Rutschen mit Gesäß auf Sitzfläche nach hinten, • Hoch aufrichten, dann Rücken bequem anlehnen • Beine so weit nach vorne strecken, daß entspannt fühlen, aber noch guten Bodenkontakt mit ganzen Fußsohlen • Arme entspannt entweder auf Stuhllehnen oder Oberschenkeln • Kopf locker und leicht an die Rückenlehne sinken lassen, falls hoch genug; sonst leicht nach vorn sinken lassen • Augen schließen • Sitzhaltung 3: Die Flegelhaltung • Bequem setzen, Rücken anlehnen • Arme und Hände bequem auf die Armlehnen legen • Kopf entspannt in der Rückenlehne, falls hoch genug; oder leicht nach vorne sinken lassen • Augen schließen • Liegeposition: Rückenlage (evtl. Kissen, Rolle/gerollte Decke unter Knien bei Rückenproblemen) • Zustand schaffen, der sich von der äußeren aktiven, teilweise hektischen Situation des alltäglichen Lebens deutlich unterscheidet • Dem Körper mitteilen, daß jetzt Ruhe und Konzentration folgen, somit innere Situation der Entspannung und Sammlung schaffen Anleitung zur Entspannung • Ausschließlich durch den Patienten in der Selbstinstruktion Zurücknahme • Übungsbeendigung durch bewußte Aktivierung: • Arme fest! (Hände zur Faust ballen, Arme mehrmals mit Schwung fest anbeugen und strecken; auch sich recken, sich rekeln) • Tief ein- und ausatmen! (hörbar) • Augen auf! • Die Rücknahme soll zu einem Gefühl von Erfrischung und neuer Kraft führen. Falls der Übende noch müde und benommen ist sollte eine intensive Wiederholung angeboten werden. • Einzige Ausnahme: unmittelbar vor dem Einschlafen, zum Schluß einfach bequem zum Einschlafen zurechtlegen (insbes. z. B. bei Schlafstörungen) • Erinnerung an regelmäßiges Üben und somit Unterstützung Übungsfortschritt • Übungsverlauf verfolgen • Der Gruppenleiter teilt regelmäßig am Anfang der Woche entsprechende Übungsprotokolle aus und sammelt die von der vorigen Woche wieder ein. Dokumentation: Übungsprotokoll • Trainingseinstellung • Wichtig: Regelmäßigkeit des Übens, nicht unter Erfolgsdruck setzen, „jeder Mensch lernt anders und in einem anderen Tempo“, „Was geschieht ist gut!“ • Zu Beginn: nicht entmutigen lassen, wenn gewünschter Erfolg langsamer als erwartet • Üben ohne Hast, mit Vertrauen in die Methode und in sich selbst; „Übung macht den Meister“, „Ungeduld ist der Feind der Entspannung“ • Übungsdauer: dreimal täglich zwei bis drei Minuten • Wann: nach Aufwachen, Mittagspause, vor dem Einschlafen • Bei sehr aktiven, zur Ungeduld Neigenden: im Sinne des Olympischen Mottos „Nicht das Ergebnis, sondern das Üben ist wichtig“ • Generell empfehlen: täglich üben (ein- bis dreimal); manchmal erst nach längerer Zeit gesundheitlich positive Wirkung • Später: Kurzformen (evtl. formelhafte Vorsätze, Organübungen s.u.) • Vorteilhaft: kurzes Üben „zwischendurch“ im Sitzen, um vom Alltagsstreß zu erholen Anwendung im Alltag Erweiterungen der Grundstufe • Organübungen: Vertiefung der Körperwahrnehmung (Atmung: Atmung ruhig und gleichmäßig, es atmet mich; Herz: mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig; Bauch: mein Sonnengeflecht strömend warm [Hilfestellung: „Stellen Sie sich in Ihrer Phantasie vor, dass die Sonne nur auf Ihren Bauch scheint und sich im Bauch angenehme Wärme ausbreitet“; Stirn: Stirn ist angenehm kühl) • Spezielle Organübungen (Luthe, 1969, 1970): • Schlafstörungen: „Wärme macht mich schläfrig. Es schläft mich.“ „Wachsein ist gleichgültig. Es schläft mich.“ • Husten: „Meine Luftröhre ist kühl, mein Brustraum ist warm.“ • Gesichtsmuskelspannung: „Mein Unterkiefer ist schwer.“ „Mein Mund und Kehlkopf sind kühl.“ • Hypertonie: „Meine Stirn ist angenehm kühl, mein Kopf ist klar und leicht.“ • Formelhafte Vorsatzbildungen (Thomas, 1972). Einige Beispiele zur Anregung der individuellen Erarbeitung persönlicher Formeln mit dem Patienten in der Einzeltherapie: • Ruhe: „Die Ruhe wird immer tiefer.“ „Geräusche sind ganz gleichgültig.“ • Allgemeine Wirkungsverstärkung: „Ich bin und bleibe ganz sicher und frei.“ • Schlafstörungen: „Ich schlafe des Nachts ganz ruhig, lang und tief.“ „Ich schlafe jeden Abend ein, ganz tief und fest, so muß es sein.“ • Alkoholabusus (zusätzlich nach Entwöhnungstherapie): „Alkohol völlig gleichgültig.“ , „Ich trinke keinen Alkohol, zu keiner Zeit, an keinem Ort, bei keiner Gelegenheit.“ • Depressive: „Ich liebe das Leben.“ „Ich schaffe es.“ „Ich sehe die Welt in ihren Farben.“ Unterlagen für den Patienten Auf den folgenden Seiten sind die Unterlagen für den Patienten zusammengestellt. Entspannungsverfahren: Autogenes Training Übung des Autogenen Trainings 1. Ruhe-Übung Schwere-Übung Generalisierung Kurzformel 2. Wärme-Übung Generalisierung Kurzformel 3. Atem-Übung Generalisierung 4. Rücknahme „Ich bin ganz ruhig.“ (eventuell: „Geräusche sind ganz gleichgültig.“) „Mein rechter Arm ist schwer.“ „Mein linker Arm ist schwer.“ 3. „Ich bin ganz ruhig – beide Arme schwer“ oder „Ich bin ganz ruhig – rechte (linke) Seite schwer“ 4. „Ich bin ganz ruhig – Arme und Beine schwer“ Ruhe – Schwere „Ruhe – Schwere – mein rechter Arm ist warm“ „Ruhe – Schwere – mein linker Arm ist warm“ 3. „Ruhe – Schwere – beide Arme warm“ oder „Ruhe – Schwere – rechte (linke) Seite warm“ 4. „Ruhe – Schwere – Arme und Beine warm“ Ruhe – Schwere – Wärme „Es atmet mich“ oder „Es atmet in mir“ „Ruhe – Schwere – Wärme – Es atmet mich“ (oder „Es atmet in mir“) Arme fest! -Atem tief! -Augen auf! ! Wichtig: Formeln bitte zu Anfang wörtlich übernehmen. Abweichende Formulierungen allenfalls im weiteren Übungsverlauf absprechen und erproben. Entspannungsverfahren: Autogenes Training AT-Protokoll für Kursteilnehmer Name: Datum: Blatt-Nr.: Bitte schätzen Sie während der Laufzeit des Einführungskurses zum Autogenen Training nach jeder AT-Übung, die sie alleine (also außerhalb des Kurses) durchführen, die Wirkung der jeweils verwendeten AT-Formeln ein. Benutzen Sie dabei bitte die folgende Antwortskala: +3 = sehr starke positive Wirkung -1 = schwach negative / unangenehme Wirkung +2 = deutlich positive Wirkung -2 = deutlich negative / unangenehme Wirkung +1 = schwach positive Wirkung -3 = sehr starke negative / unangenehme Wirkung 0 = keine Wirkung Tragen Sie bitte möglichst sofort nach jeder Übung die jeweils zutreffenden Ziffern für alle angewandten AT-Formeln in die entsprechende Zeile der folgenden Tabelle ein: Bereich Übungs•tag Ruhe Schwere Wärme Atem Herz Leib Stirn Anmerkungen 1. Tag - 1. Übung - 2. Übung 2. Tag - 1. Übung - 2. Übung 3. Tag - 1. Übung - 2. Übung 4. Tag - 1. Übung - 2. Übung 5. Tag - 1. Übung - 2. Übung 6. Tag - 1. Übung - 2. Übung 7. Tag - 1. Übung - 2. Übung KUPPER Übungsprotokoll Basisbibliographie Aivazyan, T. A., Zaitsev, V. P., Salenko, B. B., Yurenev, A. P. & Patrusheva, I. F. (1988): Efficacy of relaxation techniques in hypertensive patients. Health Psychology 7 (Suppl.), 193–200 Aivazyan, T. A., Zaitsev, V. P. & Yurenev, A. P. (1988): Autogenic training in the treatment and secondary prevention of essential hypertension: Five-year follow•up. Health Psychology 7 (Suppl.), 201–208 Alarcia, J., Pinard, G., Serrano, M. & Tetreault, L. (1982): Étude comparative de trois traitements du bégaiement: relaxation, désensibilisation, rééducation. Revue de Psychologie Appliquée 32 (1), 1–25 Bailey, R. D. (1984): Autogenic relaxation training and sickness absence amongst student nurses in general training. Journal of Advanced Nursing 9, 581–587 Banner, C. N. & Meadows, W. M. (1983): Examination of the effectiveness of various techniques for reducing tension. 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