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Pose Method


Die Posemethode für das Laufen wurde 1977 von Dr. Nicolas Romanov entwickelt. Sie basiert auf zwei Grundprinzipien.
1. Das physikalische Modell: Die Bewegung eines Rades (mit Wirkung der Gravitationskraft in Richtung Untergrund und Wirkung der Bewegungsenergie nach vorn)
2. Das biologische Modell: Die Bewegung eines Pferdes oder eines Tiger (Auftritt mit dem Ballen des Fußes, Beachte: bei diesen Tieren gibt es gar keine Ferse!).
Die Lauftechnik selbst setzt sich aus drei Elementen zusammen:
a) die Laufhaltung (Running Pose),
b) das kontrollierte Nach-Vorne-Fallen-Lassen (Fall) und
c) das schnelle Wegziehen der Füße unter dem Körper (Pull).
Ähnlich wie beim Ballett oder Karate werden nun diese einzelnen Elemente miteinander zu einem flüssigen und geschmeidigen Bewegungsablauf verknüpft. Zentrale Charakteristika sind die gering aufzuwendende Muskelkraft (d.h. der Fuß wird der Schwerkraft folgende nur nach unter Fallengelassen!) und die hohe Eigendämpfung (zu 80-100 % über die ischiocrurale Muskulatur, d.h. rückseitige Oberschenkelmuskulatur oder Harmstring, 0-20 % über die Wadenmuskulatur). Der Fuß wird nur ganz kurz unter dem Körperschwerpunkt aufgesetzt, um die Fallbewegung nicht abzubremsen. Die Schrittfrequenz ist wesentlich höher als normal, d.h. 15 Schritte je 15 sec oder 180 Schritte pro Minute.
Besonders von Vorteil ist diese Lauftechnik für die 65 % unter den Läufern, die unter überlastungsbedingten Beschwerden leiden. Denn durch die oben beschriebene Technik werden die Knie zu 50 % entlastet! Zum Beispiel Läufer, die über ein anhaltendes iliotibiales Bandsyndrom (ITBS) klagen, gelangen mit dieser Lauftechnik zur vollständigen Beschwerdefreiheit.
Um die Meisterschaft in dieser Technik zu erwerben ist es notwendig eine Zen-ähnliche innere Haltung zu entwickeln ( Romanov, 2008, p. 66). Denn nur so sind wir in der Lage eine bewusste Bewegung unbewusst auszuführen. In diesem inneren Zustand ist die Geisteshaltung durch nichts gestört - wir denken nichts, aber sind bereit dazu, alles zu tun. Beim Laufen gibt es es nur einen Moment, in dem wir eine bewusste Aktivität ausführen müssen: den Fuß mit Hilfe der hinteren Oberschenkelmuskulatur vom Boden anheben und unter die Hüfte führen.
Gesendet am 26 May 2012 von admin



  
















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