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: Tabata Protokoll

Tabata Protokoll


Kurzüberblick

ASEA-Partner


Tabata (Intervall) Training beinhaltet: 8x20sec Übungen & 10sec Pause.

Können 4min die Leistung verbessern?
Sie können. Ich habe es in Eigenanwendung ausführlich ausprobiert. Es ist praktisch in alle Trainingsbereiche übertragbar. Ob beim Joggen, dem Schwimmtraining, beim Radfahren oder auch beim Krafttraining. Tabata heißt 8x20sec maximale Leistung und jeweils 10sec Pause – aber was ist das genau.

Das Tabata-Protokoll wurde in einer Studie in den Mitte 90’er von  Dr. Izumi Tabata und Kollegen veröffentlicht. In dieser Studie wurden Probanden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils 6 Wochen trainierten. Die erste Gruppe führte 6 Wochen lang ein moderates Ausdauertraining bei 70% der maximalen aeroben Kapazität (VO2max) aus. Dies an fünf Tagen pro Woche für jeweils 60min.
Die zweite Gruppe hingegen trainierte zwar ebenfalls an fünf Tagen in der Woche, jedoch nach dem Tabata-Intervall. Das heißt sie führten 7-8 Sätze mit jeweils 20sekündigen Sprints bei 170% VO2max durch und regenerierten sich in den 10sec Pausen zwischen den Sätzen.

Studienergebnis: Die erste Gruppe steigerte ihre aerobe Kapazität um 9%, während die anaerobe Kapazität jedoch nahezu unverändert blieb. Die zweite Gruppe jedoch konnte die aerobe Kapazität um 14%, und die anaerobe Kapazität um sage und schreibe  28% steigern. Ein enormer Trainingsfortschritt.



Hintergrund:
Der enorme Trainingseffekt des Tabata-Protokolls liegt aller Voraussicht nach in seinem metabolischen Profil begründet. Im direkten Vergleich mit einem klassischen Intervalltraining (bspl. 30sec Maximalbelastung bei 2min Erholung), wie es im Ausdauersport hinlänglich bekannt ist, kann man beim Tabata-Protokoll erkennen, dass sowohl das aerobe als auch das anaerobe System maximal ausbelastet wird.

Körperfettanteil:
Die hochintensiven Intervalltrainingseinheiten haben eine sehr starke Wirkung auf unseren Körperfettanteil (KFA). Im Vergleich zu den langen und extensiven Trainingseinheiten verbrauchen die kurzen und sehr intensiven Intervalltrainingseinheiten in Summe zwar weniger Energie, jedoch reduzieren die den KFA signifikant mehr.

Quelle: http://torsten-fleischer.de


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