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: Grundidee Ernährung

Ernährung



Grundidee


Hippokrates (450 v. Chr.): "Wenn Du nicht bereit bist, dein Leben zu verändern, kann dir nicht geholfen werden."

- den Menschen gibt es seit 4,4 Mio Jahren, Ackerbau (=Getreide) und Viehzucht (=Wurst etc.) gibt es erst seit 10000 (bzw. 9000) Jahren, Zucker seit 200 Jahren (anfangs nur in der Apotheke; genetisches Material braucht 100000 Jahre um sich anzupassen, also stehen noch 90000 Jahre bevor; siehe Prof. Loren Cordain: 72 % der Nahrung ist Industriemüll)
- Glukose (Traubenzucker) schwimmt permanent im Blut und versorgt Gehirn und Muskeln. Geht der Vorrat im Blut aus, spendet die Leber neuen Zucker aus ihren Vorräten, d.h. der Körper ändert das Enzymsystem und schaltet vom Kohlenhydratstoffwechsel in den Fettstoffwechsel. Die Leber stellt im Fettstoffwechsel Ketonkörper her (Fastenstoffwechsel). Die Verbrennung von Fett nennt man Ketose.
- kohlenhydratarme Kost=ketogene Diät (< 1g KH/ kg Körpergewicht)
- Ohne die Fähigkeit aus Eiweiß und Fett Zucker herzustellen, so viel er benötigt, hätte homo sapiens die Steinzeit nicht überlebt. Kohlenhydrate lieferten nur wilde Gräser, Wurzeln, manchmal Bienenvölker.
Dies ist die genetisch korrekte Kost:
- mageres Fleisch
- kein Getreide
- kein Zucker
- Kohlenhydrate aus Früchten und Gemüse
- Omega 3 Fette aus Fisch und Wild (hat als bewegtes Fleisch unter 4% Fett statt "stehendes Fleisch" wie die Kuh mit 35 % Fett)

- der Steinzeitmensch kannte kaum Kohlenhydrate und keine Zivilisationskrankheiten (Karies, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs)
- Die Eskimos (Inui) zum Beispiel ernährten sich ausschließlich von Robbe und Karibu (Protein und Fett) sowie Seetang und kannten keine Zivilisationskrankheiten
- Untersuchung der Forscher (1 Däne: K. Andersen und 1 Kanadier: V. Stefansson), die 1928 1 Jahr dort waren mit Forscherteam der American Medical Association (AMA) - alles protokolliert, was gegessen wurde - und bleiben gesund!!, haben sich wie Eskimos ernährt (siehe Literatur: McClellan & Du Bois, 1930)
- die Harvard-Pyramide (1991) aus umfangreicher Forschung löst die Pyramide der DGE ab; 1. Obst u. Gemüse, 2. Eiweiß (Fleisch, Eier usw.), 3. Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot), 4. Leere Kohlenhydrate (Weissmehlprodukte, Pralinen usw.)
!! als 0. Stufe müsste noch das Laufen hinzugefügt werden, so die Strunz-Pyramide, die die Basis für alles bietet und natürlich viel Trinken

Alte Ernährungspyramide der DGE (Kohlenhydrate seien das wichtigste, deshalb stehen sie als Basis ganz unten):

epyramide-alt

 

Die neue Harvardernährungspyramide hat die Kohlenhydrate "in die Luft geworfen" und setzt als Basis auf Obst und Gemüse, d.h. hochwertige Kohlenhydrate:

epyramide-neu

 

Ich habe diese Pyramide noch etwas "verfeinert" und um sportliche Aktivitäten sowie Achtsamkeit notwendigerweise in der Basis ergänzt:

Ernährunhspyramie nach Dr. Kupper


- so kann die Somatische Intelligenz!! wieder erlangt werden: Rehe und Babys ernähren sich so, die essen dann nichts mehr, wenn sie ausreichend Nährstoffe aufgenommen haben!


Exkurs zur Energiegewinnung im Körper:


- Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. Sie stellen ATP (Adenosin-Triphosphat) her. D.h. : In den Mitochondrien wird Adenosin-Triphosphat (ATP) verbrannt, d.h. ein Molekül mit drei Phosphorteilchen. Von ATP wird ein Phosphorteilchen verbrannt, so dass Adenosin-Diphosphat (ADP) entsteht.

- Der Körper ist bestrebt, aus ADP wieder ATP zu bilden, um wieder Energie freisetzen zu können. Hierzu benötigt er Kohlenhydrate oder Fett. Der Körper verbrennt also nicht die Nahrungsmittel (KH, Fett), sondern den Phosphor. Dieser ist vor allem in Nüssen enthalten.

- Die ATP-Energie wird entweder aus Kohlenhydraten oder Fett hergestellt. Ob Kohlenhydrat-Energie oder Fett-Energie benutzt wird, ist egal, es entsteht immer ATP (Energie) (= Zitrat-Zyklus der Zelle)

aber: wird die Kohlenhydrat-Quelle benutzt, kommt es schnell zu Energieverlust (Unterzuckerung), ein ständiges Auf und Ab der Lebensenergie ist die Folge (Hunger, Müdigkeit, Schwäche) (weil der Glucosevorrat nur für ca. 2 Stunden reicht)

das aus Fett produzierte ATP ist konstant vorhanden, der Körper bleibt energiestabil

- Voraussetzung: Der Körper braucht ca. 1 Woche, um sich Fettenzyme zu bauen und so den Fettstoffwechsel aufzubauen. Dies gelingt nur durch Verzicht auf Kohlenhydrate.
!! Kohlenhydrate sperren das Fett in die Fettzellen, da zuerst Glukose verwertet wird (s.o.), daher: Kohlenhydrate nicht zusammen mit Fett aufnehmen (Bsp.: Nudeln mit Sahnesoße, Brot mit Butter, Eierkuchen mit Zucker)

 

Studien/Ergebnisse:



1. Übergewicht erhöht das Demenzrisiko

In einer Studie in Norwegen wurden 8500 Zwillinge über 30 Jahre hinweg beobachtet. Unter denen, die im Alter von 30 bis 50 Jahren übergewichtig waren, kam es im Alter überdurchschnittlich oft zu Demenzerkrankungen; Forschungsleiter Weili Xu: "Regelmäßige körperliche Bewegung im mittleren Alter reduziert nicht nur das Gewicht, sondern auch das Demenzrisiko"

2. Telomere durch Essen länger

Die Telomere (das sind die Schutzkappen an den Chromosomen, die bei jeder Zellteilung ein bisschen kürzer werden; wenn sie aufgebraucht sind stirbt die Zelle,stirbt irgendwann der Mensch) und damit die Lebensdauer können durch regelmäßig und ausreichend gegessenes Omega-3 (z.B. in Fisch, in Wild) verlängert werden. 10000 Männer und Frauen wurden über 5 Jahre in ihrem Leben begleitet und untersucht. Es zeigte sich, dass die Telomere durch regelmäßige Omega-3-Zufuhr mindestens 10 % länger gehalten werden können,d.h. 10 % länger leben (Journal of American Medical Association, Vol. 303, S. 50, 2010).

3. Vitamine verlängern das Leben

Vitamine verlängern das Leben, indem durch ihre Einnahme die Telomere länger gehalten werden. In einer Untersuchung 2007 wurde gefunden, dass Vitamin D die Telomere verlängert (Am J Clin Nutr, 2007, S. 86). Eine weitere Untersuchung konnte 1998 messen, dass Vitamin C zur Verlängerung der Telomere und damit zur Lebensverlängerung (siehe oben Studie unter Punkt 2) (Lif Sci, 1998, S. 63). 2007 wurde gezeigt, dass Vitamin E die Telomere verlängert (J Cell Biochem 2007 S. 102) und 2009, dass auch Folsäure (J Nutr, 2009, S. 139) zur Verlängerung der Telomere beiträgt. Ebenfalls 2009 konnte gezeigt werden, dass Multivitamine insgesamt die Telomere verlängern (Am J Clin Nutr, 2009, S. 89).

Ein Füllhorn von wissenschaftichen Untersuchungen, die die Wirksamkeit der Vitamine belegen hat Kenneth Cooper in seinem Buch "Antioxidant Revolution" (1994) zusammengefasst.

 

4. Ohne Zucker Diabetes heilen

eine Studie konnte zeigen, dass mit nur 20 % Kohlenhydraten in der Ernährung (zirka 80 g pro Tag) Diabetes Typ II (betrifft manifest 8,4 Millionen Deutsche, 20 Millionen haben bereits Insulinresistenz) geheilt werden kann (statt der täglichen 250 g KH ist das also nur ein Drittel)
Null Kohlenhydrate ist nicht erreichbar, das selbst Hüttenkäse (1 KH auf 100 g), Nüsse sowie Gemüse und erst recht Obst natürlich Kohlenhydrate enthalten, und so auch bei kohlenhydratarmer Ernährung Werte von 40-60 g Kohlenhydrate täglich erreicht werden

 

5. Kein Brustkrebs mit viel Eiweiß

Forscher Universität Vancouver konnten zeigen (2011), dass Brustkrebs bei Mäusen verhindert oder das Wachstum verlangsamt, wenn sie viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen
die Forscher gaben 63 bis 69% Eiweiß und nur 8-10% Kohlenhydrate (=ketogene Diät); denn 8% KH bei angenommenen 2000 kal sind nur 40 g KH
der hohe Eiweißanteil stimuliert das Immunsystem
die fanden, dass die genetisch veränderte "Krebsmäuse" zu 50 % nach einem Jahr Normalkost an Krebs erkranken, aber keine einzige mit der beschriebenen eiweißreichen, kohlenhydratarmen Kost (d.h. ketogener Diät)

Quelle: 2011; Cancer Res;71 (13) 4484

 

6. Blutwerte haben sich geändert

In den letzten 1 Millionen Jahren haben sich unsere Blutwerte stark zum Negativen hin verändert.
Angestiegen sind Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker, Harnsäure, Leberwerte, Homocystein, Lipoprotein, Cortisol und andere.
Alle lebensnotwendigen Werte wie essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind gesunken.
durch eine Normalisierung dieser lebensnotwendigen Werte kann das Leben außerordentlich erleichtert werde, können wir froher, glücklicher werden
wenn Sie mehr Energie und Lebensfreude möchten durch diese unerlässlichen Stoffe, dann müssten Sie neu nachdenken über die tägliche Zufuhr. Die liegt dann vielleicht doppelt so hoch oder auch zehnmal so hoch. Nur wenn Sie dann nach 4 oder 8 oder 12 Wochen hochdosierter Wiedergutmachung ausgeglichene Werte haben, ja dann genügt eine Erhaltungsdosis

Quelle: Strunz, news, 05.09.2011, Bluttuning, eine Idee

7. Vitamin C verhindert Krebs
Pathologen an der Universität von Otago (Neuseeland) konnten zeigen, das die Krebsaktivität und Tumorgröße vom Vitamin-C-Gehalt im Körper abhängig ist
die Krebsgene (Transkriptionsfaktoren) HIF-1-alpha und GLUT-1, BNIP3 sowie VEGF wurden hierzu bestimmt
je größer der Vitamin C-Gehalt war, desto geringer aktiviert waren die schädlichen Faktoren und desto kleiner war der Tumor

8. Vitamin C ist das effektivste Chemotherapeutikum
Dr. Chen (2005) konnte zeigen, das infundiertes Vitamin C effektiver ist als Chemotherapeutikum als die derzeit verwendeten 30 hochgiftigen Substanzen
es tötet die Krebszellen, aber schadet nicht den gesunden Zellen (siehe Grafik)
(Quelle: Proc Natl Acad Sci 2005, Sep 20;102(38))

 

9. Äpfel fördern Muskelaufbau
amerikanische Forscher konnten zeigen, dass in en Schalen der Äpfel Urolsäure enthalten ist, die das Muskelwachstum anregt (29 Gene wurden identifiziert, die am Abbau des Muskelgewebes beteiligt sind, und aus 1300 Substanzen wurde schließlich die Urolsäure identifiziert)
der Abbau von Muskeln wurde verringert und das Wachstum gefördert

 

 






Weisheiten